FRANÇOISE DORISON
Interkulturelle Begleitung
Deutsch-Französische Wirtschaftsbeziehungen

ZUR PERSON

Ab dem ersten Partnerschaftsaustausch zwischen Lauffen a. Neckar und La Ferté-Bernard im Jahr 1972 zog mich Deutschland in seinen Bann: ab diesem Datum verlief kein Jahr ohne mindestens ein oder zwei Aufenthalte auf der anderen Seite des Rheins. Um Land, Leute und Sprache näher kennen zu lernen, beschloß ich nach dem Abitur 1976, Volkswirtschaftslehre in Tübingen zu studieren.

1984 fing ich meine Promotion bei Herrn Prof. Dr. H. Majer an der Universität Stuttgart an. Parallel dazu war ich wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. D. Pohmer in Tübingen, der als Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung einer der so genannten "fünf Weisen" ist. Die deutsche Wiedervereinigung war einer der prägenden Momente dieser Zeit.

Von 1991 bis 1998 war ich für das Ergänzungsstudium Betriebswirtschaft an der Export-Akademie Baden-Württemberg der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Reutlingen für osteuropäische Akademiker zuständig. Die Teilnehmer stammten aus sehr unterschiedlichen Ländern wie Polen, den baltischen Staaten oder Kasachstan. Es war die Phase, in der unsere beiden Kinder auf die Welt gekommen sind: für mich der kulturelle Schock par excellence! Ich wurde mit den entgegengesetzten Wahrnehmungen der Deutschen und der Franzosen über das Bild von Müttern und Kindern konfrontiert.

1998 machte ich mich selbständig in einem Bereich, der mich fasziniert: die Kommunikation im allgemeinen und insbesondere die interkulturelle Kommunikation. Sätze wie: "Ja, wir arbeiten mit Frankreich, … aber es ist schwierig!", die im Gespräch mit Führungskräften und Unternehmern häufig fallen, wenn es um die Zusammenarbeit mit Frankreich geht, sind für mich eine Herausforderung.

Die Faszination für das Interkulturelle ist bei mir fest verankert: Kontakte mit Schwarzafrika, China, den U.S.A., Nord-Afrika insbesondere Tunesien. Die Tatsachen, daß mein Mann Deutscher ist und unsere Kinder zweisprachig aufwachsen, tragen dazu bei, daß das Interkulturelle meine Welt ist, sowohl beruflich als auch privat.

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